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Dr. Hans-Joachim Althaus, Leiter des TestDaF-Instituts, ĂĽberreicht Shareef Hallak den Hauptgewinn. Dr. Barbara Dahlhaus, Leiterin des Bereichs Deutsch als Fremdsprache (links im Bild) und Katrin Gildemeister vom International Office wĂĽnschen ihm fĂĽr sein Medizinstudium an der RUB viel Erfolg.
Die beiden Projektkoordinatoren Amin Ahmed (links im Bild) und Hannah Lepping freuen sich mit dem Gewinner Shareef Hallak und dessen Bruder Ahmad.
Fotos: g.a.s.t. / Lutz Kampert

Preisverleihung an GeflĂĽchteten
Attraktive Preise fĂĽhren zu hoher Beteiligung an g.a.s.t.-Studie

Welchen Bildungshintergrund haben Geflüchtete? Wie sieht ihr Weg ins Studium an einer Hochschule in Deutschland aus? Was hält sie davon ab? Diese Fragen untersucht das TestDaF-Institut. An der Studie haben 2.831 Menschen aus Krisengebieten, darunter viele Geflüchtete, teilgenommen. Sie stammen aus 48 verschiedenen Ländern, kamen auf ganz unterschiedlichen Wegen nach Deutschland und haben ganz unterschiedliche Studien- und Berufsziele. Shareef Hallak, 19 Jahre alt, gewann einen Laptop, den das TestDaF-Institut als Hauptpreis für die Teilnahme an der Umfrage nun überreichte. Seine Geschichte und die seines Zwillingsbruders Ahmad stehen für viele, die derzeit mit guten Deutschkenntnissen ein Studium anstreben.

Vor zwei Jahren flohen beide aus der Nähe von Idlib in Syrien nach Deutschland. Nach ihrer 15-tägigen Flucht kamen sie über Bayern und Köln in Bochum an. Auf sich gestellt erkannten die beiden Siebzehnjährigen schnell, dass sie ohne Sprachkenntnisse das aus ihrer Sicht fremde und komplizierte Leben in Deutschland kaum meistern würden. Im Selbststudium brachten sie sich Deutsch anhand von Lehrwerken bei, die ihnen Freunde und ehrenamtliche Helfer empfohlen hatten. Ihr Vater, der Bibliothekar ist, vermittelt ihnen und ihren vier jüngeren Geschwistern schon als Kinder die Leidenschaft für Bücher.

Nach ihrer Statusanerkennung im Herbst 2016 belegten sie den Integrationskurs und stiegen an der VHS Bochum in Kurse ein – bereits auf dem Niveau B1.2. Stolz erzählen die Brüder, dass sie Kursbeste waren. Mitlernende berichteten ihnen von dem Förderprogramm „Integration von Flüchtlingen ins Fachstudium“ (Integra) des Deutschen Akademischen Austauschdiensts, finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, an der Ruhr-Universität Bochum (RUB). An der RUB wird Integra vom International Office (IO) angeboten und vom RUBiss Team koordiniert. Das studienvorbereitende Programm kombiniert Deutschkurse mit Maßnahmen, die Geflüchtete konkret auf ein Studium an der RUB vorbereiten.

Die Zwillinge Shareef und Ahmad nehmen an dem Programm teil. Katrin Gildemeister vom IO ist ihre Ansprechpartnerin. Sie freut sich mit den beiden Brüdern: „Wenn wir sehen, dass junge Menschen unter solch schwierigen Bedingungen mit Begeisterung und Eifer dabei sind und sich erfolgreich auf ein Studium vorbereiten, ist unsere Arbeit doppelt sinnvoll.“ Iskra Marinova und Gabriele Planke, Kursleiterinnen im Bereich Deutsch als Fremdsprache, unterrichteten sie im studienvorbereitenden B2-Kurs. Marinova erinnert sich: „Sie machten einen sehr aufgeweckten und engagierten Eindruck, waren immer aktiv und gut vorbereitet. Ich kann auch nur bestätigen, dass sie in dieser Zeit ihre Grammatik- und Wortschatzkenntnisse weiter ausgebaut haben, nicht zuletzt, weil sie sehr viel in ihr Selbstlernstudium investiert haben.“

Die Brüder träumen davon, eines Tages gemeinsam eine chirurgische Praxis zu eröffnen. Sie sind Mitglieder in einer syrischen Facebook-Gruppe für Interessenten eines Medizinstudiums. Dort erhalten sie Tipps und Instruktionen, wie sie sich für einen Studienplatz bewerben können. Um ihre Chancen zu erhöhen, nehmen sie am TestAS teil. Den TestAS für Flüchtlinge legt Shareef im Oktober 2016 ab, und den regulären TestAS beide im April 2017.

Shareef Hallak ist glücklich, Ende Juni erhält er die Zusage für ein Medizinstudium an der RUB. Sein Zwillingsbruder wartet noch auf eine Rückmeldung. Bundesweit haben sie sich an 22 Universitäten beworben. Nach zwei Jahren in Deutschland sagen beide: „Jetzt ist alles okay. Wir fühlen uns wie in Syrien.“

Zur g.a.s.t.-Studie zu Geflüchteten wurden Teilnehmende eingeladen, die seit 2014 sowohl den TestDaF, TestAS oder onSET also auch den TestAS oder onSET für Flüchtlinge abgelegt haben. Der Fragebogen konnte auf Deutsch, Englisch und Arabisch bearbeitet werden. Die gesammelten Daten werden derzeit analysiert. Erste Auswertungen der Studie belegen, was die Zwillingsbrüder in ihrem Umfeld beobachten: Vielen Geflüchteten fehlen noch ausreichende Deutschkenntnisse, um an einer Universität in Deutschland zu studieren, oder sie warten auf ihre Zulassung. Obwohl 75% der Teilnehmenden bereits außerhalb von Deutschland studiert haben, bevorzugen viele eine Berufsausbildung. Ihre Gründe sind: Sie können praktisch arbeiten, bekommen einen angesehenen Abschluss und starten in einen interessanten Beruf. Der richtige Weg für Shareef und Ahmad Hallak ist hingegen ein Studium.

Ăśber Integra:

Das Programm Integra-12 des International Office der Ruhr-Universität Bochum startet jedes Semester. Es bietet kostenlose Deutsch-Einsteigerkurse und ausgewählte studienvorbereitende Veranstaltungen für studieninteressierte Geflüchtete. In den Sprechstunden des IO und der Zulassungsstelle an der RUB können Sie sich dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr zum Integra-Programm und den Studienvoraussetzungen beraten lassen.

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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der EALTA-Konferenz in Sèvres. Foto: g.a.s.t.
Gruppenbild der Teilnehmenden an der EALTA-Konferenz 2017

EALTA-Konferenz
Rückblick auf 2017 – Ausblick auf 2018

Die diesjährige Konferenz der European Association of Language Testing and Assessment (EALTA) in Sèvres bei Paris hatte ein aktuelles Thema: „Language testing and assessment. Its role in mobility and social integration“. Vom 1. bis 3. Juni diskutierten über 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Sprachtesterinnen und Sprachtester darüber, welche Rolle das Prüfen und Testen von (Fremd-)Sprachen in der heutigen Zeit für die Mobilität und Integration spielt und spielen sollte. In Vorträgen und Symposien wurden Initiativen und Forschungsprojekte zur Förderung der sprachlichen Integration von Migranten und Geflüchteten präsentiert und darüber diskutiert, welchen Beitrag Sprachprüfungen dabei leisten.

Zwei Referentinnen von g.a.s.t. beteiligten sich an der Konferenz: Hannah Lepping stellte den onSET für Flüchtlinge vor, ein Sprachtest im C-Test-Format, der es Geflüchteten in Deutschland ermöglicht, eine schnelle und unkomplizierte Spracheinstufung zu erhalten. Sonja Zimmermann leitete die Special Interest Group zum „Assessment of Writing“.

In der Mitgliederversammlung stellte Sonja Zimmermann zudem den Austragungsort der nächsten EALTA-Konferenz vor: „Die 15. EALTA-Konferenz wird 2018 in Bochum stattfinden“, kündigte sie mit Freude an. Vom 25. bis 27. Mai 2018 wird das Thema sein: „Technology-based Language Assessment: Benefits and Challenges“. Glück auf!

Ihre Fragen zur EALTA-Konferenz 2018 beantwortet wir gern: ealta2018(at)testdaf.de

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Bild vom Mitteldeutscher Sprachenkongress

Mitteldeutscher Sprachenkongress
Workshop zum onSET auf dem Sprachenkongress in Halle

Sprachkenntnisse präzise einstufen in nur 40 Minuten: Teilnehmende unseres Workshops auf dem Mitteldeutschen Sprachenkongress können die Durchführung des onSET kennen lernen und seine vielfältigen, komfortablen Funktionen ausprobieren. Hannah Lepping und Annekathrin Cornelius aus dem TestDaF-Institut leiten den Workshop.

Der vierte Mitteldeutsche Sprachenkongress findet am 15. und 16. September an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt. Unter dem Motto „Sprachenhorizonte“ widmet er sich der Integration von Flüchtlingen und Migranten in die Arbeitswelt, der Alphabetisierung und der grenzüberschreitenden Mobilität. Das Programm richtet sich an Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Studierende. Es umfasst mehr als 60 Beiträge von unterschiedlichen Akteuren in der Sprachbildung. Das TestDaF-Institut ist mit zwei Beiträgen auf dem Kongress vertreten.

Im Workshop „Sprachkenntnisse einstufen mit dem onSET – schnell, präzise, online“ lernen die Teilnehmenden Funktionsweise und praktische Handhabung des onSET kennen. Zudem erhalten sie Einblick in den Einstufungstest für Geflüchtete. In einem Beispieltest können Interessierte den onSET selber ablegen und so unmittelbar erfahren, wie der Test eingesetzt wird, was dabei zu beachten ist, wie einfach und schnell Durchführung und Ergebnisrückmeldung sind.

Zum Workshop „Sprachkenntnisse einstufen mit dem onSET – schnell, präzise, online“: Informationen und Anmeldung

Zum Workshop „TestDaF: Teilnehmende gut vorbereiten“: Informationen und Anmeldung

Das vollständige Programm und praktische Informationen: Webseite des 4. Mitteldeutschen Sprachenkongresses

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www.onset.de
Die onSET-Webseite geht an den Start

Den onDaF, den Online-Einstufungstest Deutsch als Fremdsprache, haben wir in den letzten Jahren zu einem einheitlichen und flexiblen Einstufungssystem für Fremdsprachenkenntnisse weiterentwickelt. Dieses System heißt onSET – Online-Spracheinstufungstest.

Dabei wurde der „onDaF“ zu „onSET-Deutsch“. Neben der deutschen steht eine englische Sprachversion zur Verfügung: der „onSET-English“. Sprachversionen für weitere Fremdsprachen werden folgen.

onSET-Deutsch und onSET-English sind jetzt ĂĽber die neue onSET-Webseite erreichbar:

www.onset.de

Auf alle relevanten Informationen können Sie rasch zugreifen. Ein gemeinsames Login-Feld führt sowohl Teilnehmende als auch Testzentren in ihre jeweiligen Portale.

Falls Sie mit Ihrer Einrichtung Testzentrum werden möchten, den onSET aber noch nicht kennen: Mit einem kostenlosen Probezugang können Sie den onSET unverbindlich testen und seine Funktionen und Vorteile kennenlernen. Schicken Sie uns dazu den „Antrag Probezugang“: www.onset.de/probezugang

Ihr Feedback und Ihre Fragen sind willkommen – nutzen Sie das Kontaktformular, das Sie rechts am Rand erreichen.

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Bereits ĂĽber 2.700 GeflĂĽchtete haben den onSET fĂĽr FlĂĽchtlinge abgelegt.
Foto: Jale Ibrak / Fotolia
2.700 FlĂĽchtlinge im kostenlosen Spracheinstufungstest

onSET fĂĽr FlĂĽchtlinge
Bereits ĂĽber 2.700 FlĂĽchtlinge im kostenlosen Spracheinstufungstest

g.a.s.t. bietet den Online-Spracheinstufungstest onSET in einer kostenlosen Version für geflüchtete Menschen an. Der „onSET für Flüchtlinge“ verzeichnete bis Ende Januar 2.727 Teilnehmende. Mit dem Test haben Flüchtlinge die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch einfach und schnell einzustufen. So finden sie den passenden Sprachkurs, um sich auf ein Studium in Deutschland vorzubereiten oder dokumentieren für Behörden ihre Sprachkompetenz.

Das Angebot kommt bei Hochschulen, Sprachenzentren und weiteren Einrichtungen, die Spracheinstufungstests benötigen, gut an – ein solches Instrument fehlte bislang. „Dass es einfach so ein Angebot ohne weitere Auflagen und ohne komplizierte Registrierverfahren gibt, kann ich kaum glauben“, freut sich etwa Prof. Dr. Stefan Jeuk, Leiter des Sprachdidaktischen Zentrums der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

Auf der Webseite refugees.onset.de können sich Geflüchtete und Sprachkursanbieter auf Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch über den „onSET für Flüchtlinge“ informieren. Der Zugang zum Test erfolgt ebenfalls über diese Seite. Die Teilnehmenden registrieren sich mit wenigen Angaben selbst und weisen per Upload ihres Flüchtlingsdokuments ihre Teilnahmeberechtigung nach.

Die meisten legen den Test auf Deutsch ab

Unter den FlĂĽchtlingen, die den „onSET fĂĽr FlĂĽchtlinge“ bereits abgelegt haben, hat die groĂźe Mehrheit die deutschsprachige Version genutzt (92 %). In dieser Sprache ist „unter A2“ die häufigste Einstufung (37 %), „B2 oder höher“ erreichen hingegen nur 11 %. In der englischen Testversion schaffen jeweils 27 % die hohen Einstufungen „B1“ und „B2 oder höher“.

Im TestDaF-Institut berät Frau Hannah Lepping die Teilnehmenden und Institutionen, die den Test zur Kurseinstufung oder anderen Zwecken machen wollen. Bei Fragen wenden Sie sich an sie: hannah.lepping(at)testdaf.de

Webseite des onSET fĂĽr FlĂĽchtlinge: refugees.onset.de

Informationen auf der Webseite des DAAD: www.daad.de/der-daad/fluechtlinge/infos

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DAAD-Jahrestagung der Akademischen Auslandsämter
21. bis 22. November 2017,
Gustav-Stresemann-Institut Bonn
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Jahrestagung des Arbeitskreises der Sprachenzentren, Sprachlehrinstitute und Fremdspracheninstitute
1. bis 3. März 2018,
Bauhaus-Universität Weimar
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Jahrestagung Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
5. bis 7. April 2018,
Universität Mannheim
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